Grill-Marathon

Grillt ihr auch so gerne?
Bei uns wird oft gegrillt, allerdings meistens ganz unspektakulär Fleisch und Wurst. Mal Geflügel oder Lamm, ’n Spieß und auch Zwiebel, Tomate oder Schafskäse in Folie gibt’s…
Was ich aber schon seit längerem mal machen möchte ist Pulled Pork.
Vor einiger Zeit habe ich schon mal Pulled Pork im Slow Cooker gemacht und fand’s von der Idee her ganz gut. Aber Röstaromen gibt’s da na klar mal so gar nicht, geschweige denn irgendetwas „Krustenartiges“.  Es wird zwar mit Pimentón de la Vera gewürzt, aber gegrillt ist schon noch anders.
Deshalb wollte ich das Pulled Pork unbedingt mal original im Grill machen.
Der Lieblingsmann konnt sich das so gar nicht vorstellen, daß das klappt mit der langen Garzeit.
Er hatte sich allerdings auch nicht damit befasst…..
Nach und nach hab ich mir die „Zutaten“ besorgt: Thermometer mit 2 Temperatur-Fühlern, die richtigen Briketts und „Räucherchips“.
Und dann war’s letztes Wochenende so weit, ich mach Pulled Pork.
Freitags habe ich das Fleisch gekauft und mariniert.
Ich habe rund 2kg Schweinenacken genommen.
Das Fleisch wurde mit einer Flüssigmarinade* aus
100ml Apfelsaft
75ml Wasser
75g Zucker
50g Salz
2 EL Worcestershire-Sauce
gespritzt.
Ich habe mir vor einiger Zeit zum Spritzen von Sauerfleisch mit Pökelsalz eine Spritze mit Kanüle in der Apotheke gekauft.
Das funktioniert gut, es gibt aber auch spezielle Marinadenspritzen zu kaufen.
 Anschließend habe ich das Fleisch mit Magic Dust Rub von außen gewürzt.
 
 
 
Die Zutaten für den Magic Dust Rub:
 
8 EL Paprika, edelsüß
4 EL Salz
4 EL Chilipulver
4 EL Knoblauchpulver
4 EL Puderzucker
2 EL Senfpulver
2 EL Cayennepfeffer
2 EL schwarzer Pfeffer, gemahlen
1 EL Kreuzkümmel
Anschließend das Fleisch vakuumieren oder wie hier fest in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank parken.
 
Den Grill habe ich auch schon Freitagabend vorbereitet.
Ich habe mich im Internet über die Zubereitung von Pulled Pork belesen
und dann für mich zusammengeschustert,
wie man am besten vorgeht einen Minton-Ring zu legen,
um so eine lange Garzeit im Grill möglich zu machen.

Da das ganze Procedere locker 12-13 Stunden Zeit benötigt, bin ich Samstamorgens um fünf Uhr aufgestanden, habe 6 Grillbriketts im Anzündkamin durchglühen lassen und dann an den Anfang des Minton-Rings gelegt, ’ne Handvoll Räucherspäne auf dem ersten Drittel der Grillbriketts verteilt und Deckel zu.

Jetzt mußte der Grill auf ca. 120 Grad aufheizen. Ich habe das Fleisch schon mal aus dem Kühlschrank genommen und als der Grill auf 120 Grad aufgeheizt war konnte ich das Fleisch auf den Rost legen. Die beiden Temperaturfühler wurden platziert: einer auf dem Rost und einer im Schweinenacken. Deckel wieder drauf.

Nun ging’s los mit dem „Grill-Marathon“…

Das Fleisch soll bei niedrigen 110 -130 Grad eine Kerntemperatur von 93-95 Grad erreichen. Durch den Minion-Ring der langsam nach und nach durchglüht kann der Grill bis zu 18 Stunden die Wärme liefern.

So lange hat es bei uns nicht gedauert…
nach gut 11 Stunden war die Temperatur von 94 Grad erreicht.
Das Fleisch wurde aus dem Grill genommen, in Alufolie gepackt und dann noch für ’ne knappe Stunde zum Ruhen in den Backofen gelegt, aus dem ich einige Zeit vorher die Burger Buns geholt hatte.
Dann ging’s an’s zerrupfen vom Fleisch.
Ich habe das mit zwei Gabeln gemacht.
Es gibt auch spezielle „Bear Paws“ – Bärentatzen – dafür,
mit Gabeln geht’s aber gut.
Pulled Pork wird klassisch im Burger Bun gegessen,
mit Cole Slaw und Barbecue-Sauce.
Die Buns habe ich selbst gebacken und auch die Barbecue-Sauce ist selbstgemacht.
Für die Burger Buns gibt’s das Rezept demnächst dann auch,
das Rezept von der Barbecue-Sauce gestaltet sich etwas schwieriger…
Ich habe drei verschiedene Barbecue-Saucen gemacht.
Allerdings schmeckte mir keine der Saucen so, wie ich es mir vorgestellt habe….
Also habe ich alle drei zusammen in einen Topf gegeben
und miteinander verrührt.

Wow, so sollte unsere Barbecue-Sauce schmecken!

Tja und hier wird’s mit dem Rezept schwierig… ihr versteht was ich meine, oder?
Na ja, und es sind 1,5 Liter Barbecue-Sauce dabei rausgekommen…
die ich, als Vorrats-Maus, auch direkt in sterilisierte Flaschen gefüllt habe und die jetzt im Keller stehen. So schnell wird das nix mit dem Rezept…
Aber wenn ich die leer habe…

Aus diesen schönen Zutaten

– Burger Buns, Cole Slaw und BBQ-Sauce –

haben wir uns Burger mit Pulled Pork gebaut….

Seeehr lecker!!!
Habt einen schönen Tag!

2 Gedanken zu “Grill-Marathon

  1. Grundgütiger Himmel, diesen Aufwand würde ich im Leben nie machen! Außerdem haben wir gar kein so tolles Gerät, nur einen kleinen Gasgrill und mit dem funktioniert sowas eh nicht. Aber Hauptsache es hat geschmeckt, da nimmt man das ganze Prozedere dann gerne in Kauf />LG Lis

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